Tratsch schon vor der Probe

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Tratsch schon vor der Probe

Übungsabend einer Musikschule wurde szenisch gekonnt dargestellt. Gesangseinlagen wurden gekonnt in das Szenario eingebunden

„Chorproben pur“ (v.l.) Verena Hesse, Lea Göbel, Christoph Claßen und Christian Schmidt. Foto: Kerstin Wessel

ERWITTE / ANRÖCHTE – „Wer wird wohl der neue Chorleiter sein?“, „Hast du schon gehört, die eine aus dem Sopran ist mit dem aus dem Bass zusammen?“ – Die Chorprobe hat noch nicht angefangen und doch gibt es viel zu tratschen. – Eine ganz „normale“ Chorprobe in der Musikschule eben. Eine solche szenisch Probe, wenn auch reichlich verändert, präsentierte die Gesangsklasse Gundula Henses in der Festhalle beim „Klassenabend“.

Geschickt hatte sie vorher Sologesangseinlagen thematisch zu einer Probe zusammengestellt, die Bühne zum Probenraum verwandelt. Den Anfang macht Christina Neumann mit Felix Mendelssohn- Bartholdys „Auf Flügeln des Gesanges“. Extra für den neuen Chorleiter aufreizend angezogen, sang Christina Gerling von W. A. Mozart „Una donna quindici anni“. Als ihr „Ex“, Christian Schmidt, den Probenraum betrat, „flüchteten“ die Freundinnen und ließen ihn mit „Mi mancharai“ von Josh Groban alleine.

Schon bald kam der Vorsitzende Christoph Claßen in den „Probenraum“. Er beschwerte sich über die hohe Summe, die der neue Chorleiter erhalten soll und malte sich aus, was er mit „5 000 Taler“ (von Albert Lortzing) anstellen würde.

Noch bevor der neue Chef eintraf, veranstalteten die beiden ein „Vorsingen“ für neue Sänger. Wundervoll sangen Verena Hesse und Lea Göbel das Duett „Gruß“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und begeisterten… Überzeugen konnten Sascha Mannheims mit „Notte e giorno“ und Gottfried Hermeyer mit „O Isis und Osiris“ von Mozart überzeugen. Kaum war das „Vorsingen“ vorbei und der Probenraum leer, kam das heimliche Liebespaar (Daniela Mergenmeier und Jan Pahnke) auf die Bühne. Es präsentierte „Sun and Moon“ aus dem Musical Miss Saigon. Auch Ulrike Nilges freute sich schon auf den neuen Chorleiter und sang „Letzte Rose“ aus Martha. Kathleen Katzer trug „Caro mio ben“ von Giuseppe Giodani vor.

Auch im zweiten Teil ging es unterhaltsam weiter. Den Anfang machte das Männerensemble mit „Sittin’ on the dock of the bay“. Mit „Untouchable“ von der Grammy Gewinnerin Taylor Swift begeisterte Lea Sophie Klose das hingerissene Publikum. Mit „Vaghe luci“, gesungen von Karsten Maaß und „Widmung“, gegeben von
Katja Sauerborn, ging es weiter. Während Stefanie Leinfellner aus dem Phantom der Oper „Think of me“ sang, präsentierte Heino Worm „Dann werden die Gerechten leuchten“ aus „Elias“. Großartige und mit warmer Stimme gesungen war das „L’ho perduta“ aus der „Hochzeit des Figaro“, mit dem Lea Göbel begeisterte. Silke Kinkenbus interpretierte „Ave Maria“ von Giulio Caccini. Sternstunden des Konzerts auch die letzten vier Stücke: Moritz Büker sang „Gott sei mir gnädig“, Paul Bulenda als Papageno aus der Zauberflöte „Ein Mädchen oder Weibchen“, Lena Peter „Saper vorreste“ aus „Ein Maskenball“ und Inga Lüning „Divinite du Styx“.

Das Publikum war begeistert. Der neue Chorleiter ließ jedoch immer noch auf sich warten. Schließlich kam er: und es war kein geringerer als Gundula Hense…. Als Chor sangen die Solisten „Wir machen Musik“ und rundeten die Chorprobe gekonnt ab. Bis auf zwei Musiker absolvierten alle jungen Künstler ihren Auftritt im Stehen, am Klavier wurden sie souverän begleitet von Bernd Hense und Christina Cosmann. (kw)

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot, 27.03.2010

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