Gänsehaut zum Wohlfühlen

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Gänsehaut zum Wohlfühlen

Jugendchor „Voices in Harmony“ präsentierte beim Open-Air-Konzert der GFF auf dem Schlossgelände eine musikalische Achterbahnfahrt der Gefühle

Stimmung pur auf dem Schlossgelände: Beim Open-Air-Konzert überzeugten die Sängerinnen und Sänger des Jugendchors „Voices in harmony“ mit einem überaus vielseitigen Programm. Fotos: Cordes

ERWITTE – „Leute! Wir haben es geschafft“, strahlte Chorleiter Bernd Hense in die Menge. Überglücklich waren nicht nur der Dirigent und sein Jugendchor „Voices in Harmony“ sowie die GFF als Veranstalter, sondern ganz besonders ein völlig hingerissenes Publikum, das am Schluss des Open-Air- Konzerts auf dem Schlossgelände vor Begeisterung förmlich aus den Sitzen sprang und inbrünstig mitsang: „Let the sunshine in“.

Sunshine – Sonnenschein gab es reichlich beim Konzert der „Voices in Harmony“. Denn auch Petrus scheint ein Fan des Jugendchores zu sein. Immerhin drückte er rechtzeitig zum Konzert die himmlische „Gute-Wetter-Taste“ und so stand dem Auftritt unter freiem Himmel nichts mehr im Wege. Nun ist ein atmosphärischer Veranstaltungsort gelegentlich schon mal die halbe Miete. Aber ganz ehrlich, der Gesang der „Voices“ hätte selbst in einem dunklen Verschlag überzeugen können.
„What a feeling“, unter diesem Motto stand der Auftritt des Chors, für den man ein knappes Jahr intensiv geprobt hatte. Probenarbeit die sich nun mehr als bezahlt machte.

Das Publikum ließ sich unter freiem Himmel vom Musikschul-Jugendchor gerne mitreißen.

Denn die musikalische Palette aus Filmhits und Musicalmelodien sorgte nicht nur für ein gutes Gefühl, sondern gleich für eine ganze Gefühlspalette. Und ganz nebenbei bewies das jugendliche Ensemble lässig, locker aus den Stimmbändern, über welch große Bandbreite es verfügt. Gerade fetzten und fegten die „Voices“ mit „Tragedy“, einem Popklassiker der Bee Gees über die Bühne (inklusive herrlich schmachtender Choreografie), da folgte auch schon ein guter Schuss Romantik pur mit der Ballade „Moon River“ und einem hervorragenden Solisten: Paul Bulenda.
Doch Publikum aufgepasst – nur nicht zu schnell in glücksselige Melancholie verfallen: Immerhin ging es blitzschnell und rasant weiter, dank „Dirty Dancing“ samt Mambo-Einlage oder dem „Phantom der Oper“.

Klarer Fall, solch ein Konzert gleicht einer musikalischen Achterbahnfahrt der Gefühle – und zwar einer Fahrt, die mächtig viel Spaß macht! Und als besonders gefühlsecht bewiesen sich immer wieder die Balladen. So meisterte Frederike von Meissen den sehr schwierigen „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ einfach fabelhaft. Das war Gesang, der berührte und bei dem man sich tatsächlich wie im Himmel fühlte. Jubelnden Applaus gab es auch für Katharina Thiessen, die sich mit „Hurt“ von Christina Aguilera und ihrer unglaublich starken Stimme förmlich unter die Haut sang.

Allerdings sorgte ihr Auftritt auch für starke Nebenwirkungen: Bei manchen Zuschauern wollte die Wohlfühl- Gänsehaut einfach nicht weggehen. Einfach fabelhaft war auch Tobias Levenig, der nicht nur mit einer Interpretation von Billy Joel begeisterte. Zu später Stunde kam dann musikalisch noch ganz groß die Sonne heraus. Denn verkleidet als Blumenkinder, tanzten und sangen die „Voices in Harmony“ quer durch die Zuschauerreihen und spätestens da gab es im völlig begeisterten Publikum kein Halten mehr. Mit minutenlangen „standing ovations“ wurde der mitreißende Auftritt der jugendlichen Sänger jubelnd gefeiert. Und Grund zum Jubeln (und zum Tanz) lieferte nicht nur die Zugabe „Time Wrap“, sondern auch der Gedanke: Diese Gefühle können wiederholt werden. Denn im Oktober gibt es eine Wiederholung im Lippstädter Stadttheater. Wahnsinn! What a feeling! (co)

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot, 16.06.2009

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