Eltern hatten Lampenfieber

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Eltern hatten das Lampenfieber

Kinderchor „Young Rhythm“ der Musikschule präsentierte neues Musical ganz souverän

Großen Erfolg verbuchte in den vergangenen Tagen der Kinderchor „Young Rythm“ der Musikschule Erwitte bei den Aufführungen des Musicals „Lampenfieber“. Foto: Kerstin Wessel

ERWITTE – Gespannt wartet das Publikum in der abgedunkelten Festhalle auf ihren Plätzen: es ist Donnerstagabend, nach monatelangen Proben startet endlich die Premiere des Musicals „Lampenfieber“ vom Kinderchor „Young Rhythm“ der Musikschule Erwitte. Lampenfieber scheinen vor allem die zahlreichen Eltern der Sängerinnen und Sänger zu haben, die zum Teil seit Stunden in der Festhalle warten und dem großen Auftritt ihrer Kinder entgegenfiebern.

Endlich ist es soweit. Von allen Seiten kommen die jungen Sängerinnen und Sänger auf die Bühne und singen passend zum Musicaltitel „Wir haben Lampenfieber, Kloß in der Kehle. Feuchte Hände. Weiche Knie.“ Dabei kann man den Kindern und Jugendlichen diese Aufregung nicht wirklich ansehen. Souverän, peppig und vor allem lachend begeistern sie schon mit dem ersten Lied das Publikum. Im Mittelpunkt des Stückes steht die Außenseiterin Paula, ausgezeichnet gespielt von Kristina Kolle.
Während alle anderen Schulkameraden ihre Freizeit im Jugendtreff „Abseits“ verbringen oder am Wochenende auf Parties sind, sitzt Paula allein vor dem Fernseher. Dort sieht sie die Stars und Sternchen tanzen und singen. Mit Liedern wie „Get the party started“ von Pink oder „we’re all in this together“ aus dem „Highschool-Musical“ heizt „Young Rhythm“ das Publikum ordentlich ein.

Natürlich darf bei der abendlichen Fernsehunterhaltung keine Werbung fehlen: ob den Giottoslogan oder die bekannte „Aspirin- Komplex“- Werbung, die jungen Sänger wussten, wie sie das Publikum unterhielten. Einmal schön, einmal hässlich Paula wünscht sich nichts mehr, als „einmal schön, einmal hässlich, einmal gut und einmal grässlich im Scheinwerferlicht“ zu stehen. In einer Ausschreibung der Schule zu einem geplanten Musical sieht sie ihre Chance. Während des Castings lernt sie den Keyboarder David, gespielt von Fabian Schütte, kennen.

Als sie zusammen das eigens von David komponierte Lied singen „Wenn du da bist ist nichts mehr wie vorher“ singen und sich die beiden talentierten Schauspieler tief in die Augen blicken, knistert es gewaltig auf der Bühne. Schließlich schaffte es Paula, aus der Außenseiterrolle ins Scheinwerferlicht zu gelangen. Bei so vielen hervorragenden jungen Darstellern ist es schwer, einige besonders herauszuheben, aber es sollte nicht versäumt werden auf eine Akteurin besonders hinzuweisen: Melina Schütte sorgte für ausgesprochene Heiterkeit in ihrer überzeugenden Rolle als übertriebener

„Möchtegern-Rapper“. Musikschulleiter Bernd Hense brachte es nach dem Schluss auf den Punkt: „imposant und imponierend“ sei es gewesen, was die Kinder und Jugendlichen von „Young Rhythm“ geleistet hätten. Sichtlich erlöst wirkte am Schluss vor allem Chorleiterin Tina Jaschke, die mit unermüdlicher Geduld und eisernen Nerven zusammen mit ihrem Kinderchor eine Aufführung zu produziert hatte, die das Publikum rundherum begeisterte. Herzlich bedankte sie sich bei ihrem Kollegen Kai Voigt und Anna Morkemper für die musikalische Unterstützung an Keyboard und Klavier.

Den engagierten Eltern und dem Vorstand des Erwitter Kulturrings dankte Tina Jaschke für die ehrenamtliche Arbeit, ohne die ein so großes Projekt wie das Musical niemals hätte statt finden können. Und das restlos begeisterte Publikum dankte mit einem kaum enden wollenden Applaus: Glückwunsch für Tina Jaschke und ihrem Team! (kw)

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot, 30.03.2009

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